Von: Lombao
Nach: Santa Marina
km heute: 32,8
km gesamt: 325,8
km durchschnittlich/Tag: 29,62
Unterwegs von: 7:00
Unterwegs bis: 13:50
Zeit heute: 6:50 Stunden
Zeit gesamt: 67:05 Stunden
Unterkunft: Herberge Casa Pepa
Kosten Unterkunft: 17€
Wetter: bewölkt/sonnig, morgens etwas frisch, dann warm
Hier bin ich:
Heutige Strecke:
Heute bin ich genau 20.000 Tage alt geworden.
Heute morgen war es frisch, 11 Grad. Ich ging mit Pullover und Halstuch los.
Ich bin unterwegs auf dem Camino Finisterre. Die Strecke bin ich bereits dreimal gegangen. 2022 und 2024. Zweimal hin, einmal zurück.
So einiges kommt mir bekannt vor, manches hab ich noch klar vor Augen. Die steinerne Brücke mit dem kleinen Wasserfall davor, das bleibt natürlich haften.
Die Supermärkte öffnen hier spät, ich passe mein Tempo an, so dass ich erst um 9:30 Uhr in Negreira eintreffe. Damit sind die ersten 10 der heute über 30km schon geschafft. Es sind sehr viel weniger Pilger unterwegs, als die letzten Tage. Bei weitem nicht alle schließen an den eigentlichen Camino (Frances, Norte, Portuguese, Ingles, Levante, de la Plata - was auch immer), die alle als Ziel Santiago de Compostela haben, noch den Camino Finisterre, mit dem Ziel Kap Finisterre, an. Mit soll's recht sein.
Als ich bei der heutigen Albergue ankomme, der ein Restaurant angeschlossen ist, herrscht Hochbetrieb. Im Außenbereich sind alle Tische besetzt, nach innen kommt man kaum, es stauen sich die neu ankommenden Pilger. Ich stelle mich in der Schlange hinten an und frage, ob wir hier alle für den Check-in warten. Das wird bejaht. Als ich nach einer halben Stunde endlich dran bin, stellt sich raus, hier kann nur bestellt werden, der Check-in findet am Nebentisch statt. Hier steht kein Mensch an. Toll. Für den Check in muss man sich auf einer Website registrieren. Nur blöd, dass hier im Restaurant Internet nicht funktioniert. Und mit dem WLAN kann man sich auch nicht verbinden. Also wieder raus aus dem Restaurant, hier klappt es, und endlich bekomme ich mein Bett zugewiesen. Ich richte mich nach dem üblichen Schema häuslich ein, also Bett beziehen mit dem papierartigen Bezug, den man hier bekommt, Duschen, Wäsche waschen. Und danach erst mal hinhauen und ausruhen. Denkste. Die Hospitalera kommt und sagt, sie hat mir das falsche Bett gegeben. Ich werde umquartiert in den Nachbarraum. Wenigstens bin ich von einem oberen zu einem unteren Bett gewechselt.
Etwas später gehe ich in ein Nebengebäude, in dem sich der Kühlschrank, Mikrowelle und Wasserkocher für die Pilger befinden und esse eine Kleinigkeit. Aber hier sind derart viele Fliegen im Raum, es ist nicht auszuhalten. Ich setze mich vor das Gebäude, die Sonne scheint. Aber es weht auch ein unangenehmer Wind, dessen Böen einem immer wieder schaudern lassen. Ich verziehe mich bald wieder in meine Koje.
Erstelle deine eigene Website mit Webador