Von: Porto
Nach: Villa do Condo
km heute: 36,7
km gesamt: 36,7
km durchschnittlich/Tag: 36,7
Unterwegs von: 7:55
Unterwegs bis: 15:40
Zeit heute: 7:45 Stunden
Zeit gesamt: 7:45 Stunden
Unterkunft: Hostel Costa Selvagem
Kosten Unterkunft: 55€ (Einzelzimmer)
Wetter: sonnig, gut warm
Hier bin ich:
Heutige Strecke:
Heute ging's dann endlich mal los nach einer gefühlten Weltreise, bis ich endlich mal hier war. Von meinem Hostel waren es 2km zur Kathedrale, dem offiziellen Startpunkt des Camino Portuguese. Meinen ersten Stempel hatte ich mir schon im Hostel geben lassen, oder besser gesagt, ich hab selbst gestempelt, an der Rezeption war niemand. Hier an der Kathedrale müsste man eigenen auch irgendwo einen Stempel bekommen können, aber keine Lust zum suchen.
Durch schmale, steile Gassen geht es runter zum Fluss Douro. Dem folge ich für knapp 2 Stunden bis zum Atlantik und dann geht's nordwärts, immer direkt an der Küste entlang. Aber es dauert noch lange, bis ich Porto verlasse und es etwas ruhiger wird. Mit der Via de la Plata kam man diesen Camino nicht vergleichen, so viel ist schon mal sicher. Jener führte fast ausnahmslos durch einsame Gegenden, dieser hier nicht. Heute nicht, und, was ich gelesen habe, bis Santiago überwiegend auch nicht. Mal was anderes.
Es folgte ein Strand dem anderen. Irgendwann begangenen die Holzstege, welche mit kurzen Unterbrechungen bis zum Etappenziel Villa do Condo führten. Schon schön.
Am Morgen dachte ich noch, heute wird es richtig heiß. Sobald ich jedoch den Ozean erreichte, zog vom Wasser ein leichter Nebel übers Land. Es war dießig, die Sonne kam oft nicht richtig durch. Dazu wehte ununterbrochen eine leichte Brise, es war ganz angenehm. Weil man bei Wind aber nicht merkt, wie einem die Sonne den Pelz verbrennt, hab ich darauf geachtet, das wenigstens mein Nacken durch mein Käpi vor der Sonne geschützt war. Ich ging ja fast nur nach Norden und hatte die Sonne im Rücken. Irgendwann hab ich dann Sonnenmilch auf Arme und Beine aufgetragen. Ob's zu spät war, werde ich morgen wissen.
Egal, welchen Reiseführer oder Reiseblogs man liest, immer heißt es, reservieren ist nicht notwendig, es findet sich schon ein Platz. Ja, einen Platz habe ich, aber für 55€. So war's nicht gedacht. Ab jetzt reserviere ich wieder. Vielleicht gibt's ja Leute, denen es Spaß macht, wenn man nach stundenlangem Fußmarsch an der anvisierten Herberge ankommt, die ersehnte Dusche erst mal zu verschieben, weil kein Platz mehr frei ist. Ich nicht.
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